Diese Welt ist zum Teil so verlogen. Du kannst niemandem trauen. Nicht falsch verstehen, ich meine nicht, dass es niemanden gibt, dem du trauen kannst. Es gibt sogar sehr viele. Aber du darfst nicht davon ausgehen. Denn meistens sind es die Menschen, die Dir am nächsten stehen, die am wenigsten daran interessiert sind, dich wachsen und unabhängig werden zu sehen.
Also, man sagt ja immer: wahre Freunde erkennt man daran, dass sie da sind, wenn es einem schlecht geht. So weit so gut, aber ich habe da etwas einzuwenden. Ich glaube wahre Freunde erkennt man vor allem daran, dass sie sich freuen, wenn es Dir gut geht und du unabhängig wirst und auf eigenen Beinen stehst.
Und einen wahren Lehrer und Meister vor allem daran, dass er sich von seinem Schüler in den Schatten stellen lässt. Er es nicht nur zulässt, sondern er es als Abschluss seiner Leistung sieht und genießt.
Wie die Welt nach außen hin scheint, und wie die Menschen im Inneren sind, sind zwei komplett verschiedene Paare Schuhe. Und nicht nur auf zwei Ebenen, sondern auf mindestens drei. Es gibt weder richtig, noch falsch, noch schwarz, noch weiß. Es gibt alle wundervollen Farben des Regenbogens. Nur dass sie in der nach außen scheinenden Welt oft nicht ersichtlich sind.
Ist der Chef oder die Chefin einer Abteilung oder Firma wirklich der unabhängige „starke Mann“ oder die unbhängige „starke Frau“. Nicht, dass es ein Widerspruch ist, aber oft habe ich in meiner Erfahrung gerade in Führungspositionen Menschen gesehen, die nach Anerkennung gesucht haben. Und die sich unter Druck setzen lassen haben von ihren Vorgesetzten. Die nicht nein sagen konnten, aus Angst gekündigt zu werden oder nicht die angestrebte Position zu bekommen.
Am Ende geht es um Geld, um Macht, und um Sex. Egal ob im Berliner Bundestag, im Studium, am Stammtisch oder im Sportverein.
Und nach meiner persönlichen Erfahrung sind die Leute, die etwas anderes behaupten und sich als heilig ausgeben auf noch unangenehmere scheinheiligere Weise daran interessiert als die, die offen damit sind.
Aber. Auch wenn das so ist. Und ich ganz sicher, wie jeder andere Mensch auch nicht anders getrieben bin, sollten wir doch alle versuchen, neben all den eigenen Interessen, die auch gleichzeitig da sein können, liebevoll miteinander umzugehen. Das Leben ist ein Spiel. Wir können die Spielregeln nicht ändern, aber entscheiden auf welche Art wir es spielen.
Um es in den Worten von meinem guten Freund Michael Nwakamma aus Nigeria (aktuell in England) auszudrücken:
„The answer is again: Love, Love, Love“
