tomorrowonmymind

No, you can't always get what you want, you can't always get what you want, you can't always get what you want, but if you try sometime you'll find, you get what you need

Das nächste Kapitel

Nachdem ich gestern Abend mit meinem Nachbarn nach Säckingen gefahren bin, um dort einen langen Spaziergang durch die nächtliche Altstadt zu machen uns bei einem Glas Raki auszutauschen, merkte ich, dass ich für’s erste durch bin damit, aufzuschreiben, was passiert ist und ich wieder den Drang verspüre rauszugehen in die Welt.

Ich hatte B vor zahn Jahren in Afrika zurück gelassen. Das letzte mal geküsst. Das letzte mal ihre dunklen brauen Augen gesehen. Mit den Worten „One day – I will come back to you. Not as a boy, that I still am, but as man.“ Ich sagte zu meinem Nachbarn: „Wenn du mir jetzt zwei Flugtickets nach Accra auf den Tisch legst, dann trinken wir den letzten Schluck Raki, fahren zurück nach Niederhof, packen unsere Sachen und steigen in den Flieger.“

Er ist Vater, das zweite Kind ist schon auf dem Weg. Er bleibt bei seiner Familie. Ich aber bin ein freier Mann. Seit Ghana konnte ich keine Frau mehr an mein Herz lassen. Keine Beständigkeit mehr in mein Leben bringen. Ich will diesen Kreis schließen, diesen Schwur leisten, den ich ihr damals gegeben habe.

Wo ich auch bin sagen mir die Leute, dass ich für Verwirrung sorge. Der Bruder aus Taizé hat mir im August 2022 eine Woche gegeben, die Commaunité zu verlassen mit den Worten: „Matthias, everywhere you are, there ist confusion around you!“ Außer auf das Schreiben, kann ich mich für nichts wirklich begeistern. Außer dem Schreiben über Afrika. Ich sitze vor dem Bildschirm und tippe Worte darüber wie von selbst in die Tastatur. „Es“ schreibt. „Es“ will diesen Kreis schließen, wieder zurück in die Bahn, aus der ich mich vor zehn Jahren selbst genommen habe.

Diese Story ist nicht zu Ende.

Sie wartet nur auf das nächste Kapitel.